Nähkurs


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BACARI-Interview mit zwei Näh-Freaks (ZB/FF)


 


Margit (FF): Hallo ihr beiden ! Mich kennt ihr ja. Das ist Zoé Biebl (ZB), eine unserer BACARI-Journalistinnen. Sie wird euch die Fragen stellen und ich schreibe alles möglichst genau mit. Schön, dass ihr beide uns für das Interview ein wenig von eurer kostbaren Wochenendzeit schenkt.


Stellt ihr euch bitte mal kurz für unsere Leser vor. So in der Art: „Ich bin die Margit, bin bald 55 jahre alt, wohne in Buttenheim und gehe ab September in die 15. Klasse. J


Hannah (H): Ich bin die Hannah. Ich bin 12 Jahre alt und besuche die 7. Klasse des M-Zweigs an der Mittelschule in Hirschaid.

 

Magdalena (M): Ich heiße Magdalena, bin 9 Jahre alt und gehe in die 4. Klasse der Deichselbachschule Buttenheim.


   ZB: Wo liegt bei euch der Reiz, sich so oft für diese FePro-Aktion „Nähen von Hand“ anzumelden ?



H: Also ich bin von Anfang an dabei, d.h. heuer zum siebten Mal ! Wir haben damals in der Schule etwas genäht und das hat mir sehr viel Spaß gemacht. Dann hat mich meine Mutter auf den Nähkurs im Ferienprogramm hingewiesen und so kam es zur Anmeldung.


 

M: Ich bin in diesem Jahr zum zweiten Mal dabeigewesen. Bei mir war es ähnlich. Wir haben in der Schule einen Elefanten genäht. Das hat mir gefallen. Von meiner Schwester habe ich das mit dem Nähkurs mitbekommen. Aus Altersgründen konnte ich mich noch nicht früher anmelden.



ZB: Macht es nach all den Jahren immer noch Spaß oder kommt da doch schon mal Langeweile auf ?


M: Mir macht es Spaß und es ist kein bisschen langweilig.


 

H: Mir macht es immer noch Spaß, weil wir tolle, moderne Sachen gestalten, heuer zum Beispiel einen Donut. Es gibt immer etwas zu tun !


 


ZB: Wenn Lissy die Aktion 2018 wieder anbietet, seid ihr dann auch wieder dabei ?


M/H: Ja !


 

ZB: Was habt ihr denn bei dem Kurs schon alles genäht ?



H: Oh, das ist mittlerweile schon eine ganze Menge: ein Pferd, verschiedene Kissen, ein Mäppchen mit Klettverschluss, eine Bauchtasche, einen Donut. meinen Anfangsbuchstaben, ...

 


M: Ich habe auch schon drei oder vier Kissen genäht, eine Tasche, einen Anhänger, einen Pilz.

 


ZB: Existieren eure Nähobjekte noch ? Verwendet ihr sie noch ?


H: Ich habe nichts davon weggeworfen ! Allerdings habe ich nicht mehr alles, was ich genäht habe, weil ich einige Teile verschenkt habe. Meiner Cousine habe ich das Pferd geschenkt. Sie mag Pferde sehr gerne und nun benutzt sie mein genähtes Pferd ständig als Kuscheltier. Das ist gut so !


 

M: Ich habe alles noch und nichts davon verschenkt. Meine Nähergebnisse liegen in einer Box oder stehen im Regal.

 


ZB: Habt ihr da jedes Jahr etwas Neues dazulernen können ?


H: Beim ersten Mal gab es ein kleines Geheft mit kurzen Informationen zum Nähen, Nähideen, einer Übersicht zur Nähkorbausrüstung, usw. Im ersten Kurs war ich noch auf die Hilfe von Lissy angewiesen. Seit dem zweiten Kurs arbeite ich selbständig und brauche Lissy nur noch bei Fragen. Im Laufe der Zeit geht es immer leichter.

 


M: Ich bin ja noch nicht so lange dabei. Ich brauche noch Hilfestellung bei schwierigeren Sachen. Diesmal habe ich gelernt wie man vernäht, ohne dass man es sieht.

 


ZB: Welche Materialien werden denn bei dem Nähkurs verwendet ?


H: Wir arbeiten immer mit Filz, weil der nicht ausfranst. Das ist wichtig, da wir ja alles mit der Hand nähen. Weil ich alleine gut klar komme, durfte ich auch schon mit Klettband und Perlen arbeiten.

 

M: Wir brauchen auch noch Scheren, Nadeln, Faden, Bänder, Knöpfe. Das stellt Lissy für alle Kinder zur Verfügung.




ZB: Der Kurs läuft ja immer an drei aufeinanderfolgenden Vormittagen. Habt ihr da auch mal geschwänzt ?


H: Also wir haben noch nie gefehlt. Es gab da auch bei anderen Teilnehmern nie Probleme. Manchmal hat ein Kind an einem Tag wegen eines anderen wichtigen Termins gefehlt.


 

ZB: Gab es bei den Näharbeiten eigentlich auch einmal Verletzungen ?



H: Nein, da ist noch nichts passiert.


 

ZB: Könntet ihr mal bitte die Kursleiterin Lissy Cosgrove mit ein paar Worten beschreiben !


M: Sie ist freundlich, hilfsbereit, geduldig, versorgt uns gut.

 


H: Sie ist total nett und freut sich jedesmal, dass ich wieder mitmache.


 

ZB: Wie ist denn da immer so die Stimmung in den Nähstunden ?


H: Da geht es immer recht leise zu, weil alle konzentriert arbeiten. Man bittet auch mal seinen Nachbarn um die Schere oder fragt, wie er etwas gemacht hat.


 

M: Da wird kein Quatsch gemacht !

 


ZB: Helfen die Nähkinder eigentlich auch beim Aufräumen mit ? Oder muss Lissy alleine das Chaos beseitigen ?


H: Alle Kinder machen zusammen den Boden sauber, damit da keine Nadeln oder so herumliegen. Während des Kurses bleibt alles andere bis zum Schluss am Tisch liegen. Nach den drei Tagen räumt Lissy ihre Materialien selber auf.


 

ZB: Habt ihr beiden noch einen Vorrat an Nähideen für Lissy ?



H: Anfangs hat Lissy für den Kurs mehrere Bücher mit Nähideen ausgeliehen. Mittlerweile hat sie nur noch eines am Tisch, weil wir unsere Ideen mitbringen. Lissy ist wirklich offen für alles und möchte unsere Kreativität mit eigenen Ideen fördern. Alles beginnt mit dem Aufzeichnen. Lissy gibt Tipps dazu, z.B. nicht zu groß machen, weil es ja fertig werden soll. Wenn ihr eine Nähidee besonders gut gefällt, zeigt sie uns die natürlich auch. Manchmal lässt man sich auch von der Idee des Nachbarn inspirieren.


M: Material hat sie auch genug. Sie hat gesagt: „Das reicht noch 50 Jahre !“


 

ZB: Was war denn das coolste Nähobjekt überhaupt, das in den vergangenen Nähkursen entstanden ist ?


H: Ein Mädchen hat mal ein Smileykissen gemacht. Da war auf der Vorderseite ein Lachgesicht und auf der Rückseite ein trauriges Gesicht. Das fand ich cool. Von meinen eigenen Arbeiten gefällt mir am besten mein Donut, den ich heuer genäht habe. Das war schon sehr viel Arbeit !


 

M: Ich bin stolz auf mein Pilzkissen von diesem Jahr. Das war auch ziemlich schwierig. Manche Teile waren sehr klein und ich musste sie trotzdem genau ausschneiden.



ZB: Dürfen wir eure Handarbeiten aus dem Nähkurs mal sehen ?


M/H: Na klar ! Wir holen mal, was wir auf die Schnelle finden und was nicht verschenkt worden ist.

 


ZB: Danke für eure Geduld und eure Mitarbeit. Dürfen wir jetzt zum Schluss noch ein gemeinsames Foto machen ?


M/H: Am besten mit unseren genähten Sachen, oder ?


Letzte Änderung: 13.10.2017 12:38 Uhr